Samstag, den 26. Februar 2011 um 21:15 Uhr

Checkliste für die Therapeutensuche

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Als Hilfestellung für die Suche nach einem geeigneten Therapeuten, hier eine Liste von Fragen, die man sich stellen kann, bevor und wenn man den Therapeuten kennenlernt. Therapeuten, die sich mit TTM auskennen, findet Ihr hier, für weitere Adressen (Liste ist nicht vollständig) ruft bitte bei Antonia Peters von der Infostelle an.

Vor dem ersten Termin:

Klären Sie, ob der Therapeut die gesetzlichen Voraussetzungen zur Ausübung seines Berufes erfüllt. Trägt er also die Bezeichnung Psychologischer oder Ärztlicher Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut?

Ist er auf die Behandlung des Problems Ihrer Tochter/Ihres Sohns spezialisiert? Werden Sie skeptisch, wenn er behauptet, er könne alles behandeln. Haben Sie bereits von einer Therapiemethode gehört, die Ihnen schlüssig erscheint? Auch die Lektüre einschlägiger Zeitschriften und Internet-Medien ist hilfreich.

Während der ersten Gespräche:

Sie beziehungsweise Ihr Kind haben zu Beginn einer ambulanten Psychotherapie das Recht auf fünf Probesitzungen. Erst am Ende dieser fünf Sitzungen müssen Sie und Ihr Kind sich für oder gegen eine Zusammenarbeit mit dem Therapeuten entscheiden. Lassen Sie sich erklären, wie der Therapeut arbeitet. Die Erklärungen sollten für Sie als Eltern, aber auch für Ihr Kind schlüssig sein. Bei Jugendlichen sollte dies in einem gemeinsamen Gespräch mit Eltern, betroffenem Jugendlichen und dem Therapeuten erfolgen. Professionelle Psychotherapeuten sind darauf eingestellt, ihr Vorgehen verständlich darzustellen.

Fühlt sich Ihr Kind bei dem Therapeuten gut aufgehoben? Auch wenn nach der ersten Stunde noch einiges unklar ist, sollte sich Ihre Tochter/Ihr Sohn in der Therapiesitzung wohl gefühlt haben. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie ihr/ihm aber noch zwei bis drei Sitzungen Zeit geben, um das Verhältnis eindeutig zu klären.

Erarbeitet der Therapeut im Rahmen der ersten Sitzung konkrete Therapieziele mit Ihnen als Eltern beziehungsweise mit dem Jugendlichen persönlich?

Macht der Therapeut eine ausführliche Diagnostik? Präsentiert er bereits in der ersten Stunde Diagnose und vollständigen Therapieplan oder beginnt sogar sofort mit der Behandlung, kann etwas nicht stimmen. Allerdings sollte Ihnen der Therapeut spätestens mit Ablauf der Probesitzungen eine Einschätzung der Prognose und der Dauer der Therapie geben können.

Das sollte Sie skeptisch stimmen:

  • Auf dem Praxisschild des Therapeuten oder im Telefonbuch stehen viele unterschiedliche Angebote, unter anderem auch Psychotherapie. Fragen Sie den Therapeuten nach seinen Erfahrungen in der Behandlung Ihrer speziellen Problematik beziehungsweise der Ihres Kindes.
  • Der Therapeut kann Ihnen beziehungsweise Ihrem Kind sein Vorgehen nicht ausreichend erläutern oder verneint Erklärungen mit Argumenten, dass es zum Beispiel der Therapie schade, zu viel Transparenz herzustellen.
  • Der Therapeut lässt Ihnen keinen Raum für eigene Fragen. Ist Ihr Gegenüber ungehalten über Ihre Fragen beziehungsweise denen Ihrer Tochter/Ihres Sohnes oder verspüren Sie Ablehnung, sollten Sie die Zusammenarbeit beenden.

Quelle: www.gesundheitstrends.de/kompakt/kind/checkliste-therapeut.php

Weitere Fragen und Antworten zum richtigen Therapeuten findet ihr unter: http://www.psychotherapiesuche.de/fragen-antworten

Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 10. August 2011 um 10:39 Uhr

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