Montag, den 21. Februar 2011 um 00:35 Uhr

Informationen für Ärzte und Therapeuten

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Die folgenden Informationen sollen Ärzten und Therapeuten dazu dienen, sich in Bezug auf ihre Patienten ein genaueres Bild von der Störung Trichotillomanie zu machen. Da viele Betroffene sich in ihrer Therapie nicht gut aufgehoben fühlen, weil ihr Therapeut sich nicht gut genug mit Trichotillomanie auskennt, sollte der Therapeut ein großes Interesse daran haben, sich so gut wie möglich auf die gemeinsame Therapie vorzubereiten.

Trichotillomanie ist eine nach DSM-IV definierte Impulskontrollstörung, welche die Betroffenen dazu veranlasst, sich ihre eigenen Haare auszureißen. Dies kann sowohl das Kopfhaar als auch auch die Wimpern, Augenbrauen, Körperhaare oder eine Kombination derselben betreffen. Haareausreißen kann auch während des Schlafs passieren. Dies wird als „Sleep Isolated TTM“ bezeichnet. Das durchschnittliche Anfangsalter ist 12 Jahre und die Symptome können in ihrer Schwere stark variieren.

Als Auslöser gelten Stress und Nervosität, Langeweile, Müdigkeit, Hunger oder bestimmte Nahrungsmittel (sehr häufig Zucker und Koffein). Das Haareausreißen ist insofern anders gegenüber dem Selbstverletzenden Verhalten (SVV), als dass es den Betroffenen selten Schmerzen bereitet; tatsächlich empfinden es die meisten Menschen mit Trich als angenehm. Das Haar auszureißen fühlt sich gut an, da in diesem Moment im Gehirn Dopamin ausgeschüttet wird. Hier können Sie mehr darüber lesen, warum Leute sich die Haare ausreißen.

Die Hälfte aller Betroffenen sagt Statistiken zufolge ihren Hausärzten nicht, dass sie unter zwanghaftem Haareausreißen leiden, weil sie sich zu sehr schämen, oder weil sie nicht dachten, dass der Arzt ihnen helfen könnte. Viele der Betroffenen wussten auch einfach nicht, dass es eine anerkannte Krankheit ist. Es gibt aber Wege, Trichotillomanie zu behandeln, und es ist sehr wichtig, das Bewusstsein in der Gesellschaft hierfür zu schärfen.

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Zuletzt geändert am: Montag, den 25. Juli 2011 um 12:35 Uhr

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