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Hypnosetherapie
Ab und zu tauchen in den Tipps und Erfahrungsberichten von
Betroffenen auch alternative Methoden auf. Eine davon, die Hypnosetherapie,
wird dazu genutzt, bestimmte Verhaltensmuster im Unterbewussten „umzuprogrammieren“.
Was passiert da und welche Erfolgschancen bietet diese Art der
Therapie?
Die Hypnotherapie dient dazu, den Zustand des Bewußtseins
zu ändern und so das Unterbewußtsein zu erkunden oder
bestimmte Verhaltensmuster zu verändern. Das klingt schwieriger
als es ist; wir verändern unseren Bewußtseinszustand
ständig. Der Zustand völliger Entspannung entspricht
einer solchen Bewußtseinsänderung, genauso wie totale
Konzentration oder der Moment des Einschlafens.
Es muß klar zwischen Hypnotherapeuten, die eine formale und
psychodynamisch orientierte Ausbildung genossen haben, und Hypnotiseuren
unterschieden werden, die lediglich Hypnose-Methoden anwenden.
Durch das Erreichen des Trance-Zustandes erlebt der Patient seine
Gedanken und Gefühle viel näher und ist sehr empfänglich
für die Anweisungen des Therapeuten. Trance erlaubt dem Patienten,
seine Symptome mit vergangenen Ereignissen zu assoziieren und er
kann so den Anweisungen des Therapeuten folgen, um die Verhaltensmuster
zu verändern.
Die Hypnosetherapie hat sich als wirksam erwiesen in der Behandlung
verschiedener Erkrankungen und Symptome. Mit ihr lassen sich z.
B. bestimmte Angewohnheiten sehr gut behandeln. Es existieren nur
wenige Studien über Hypnotherapie bei Trichotillomanie, einige
Fallberichte zeugen jedoch von Erfolg bei manchen Betroffenen.
Der Vorgang der Hypnose
Der Patient wird als erstes in eine hypnotische Trance versetzt.
Wenn es bei der Therapie um Trichotillomanie geht, wird der Therapeut
versuchen, Assoziationen oder Erinnerungen betrefflich des Haareausreißens
im Patienten zu erwecken.
Meistens wird überdies versucht, neben diesen Techniken auch
bestimmte neue Verhaltensweisen einzustudieren. Dem Patienten kann
es dadurch gelingen, eine größere Wachsamkeit für
sein Haareausreißen zu entwickeln, die Kontrolle darüber
zu verbessern oder durch Hypnose und über das Unterbewußtsein
den Schmerz, der beim Reißen generell kaum wahrgenommen wird,
zu vergrößern und so wiederum mehr Wachsamkeit zu erzielen.
Auch kann der empfundene Streßfaktor herabgesetzt werden,
der zu dem Verhalten führen würde.
Durch die Beeinflussung des Unterbewußtseins kann der Therapeut
es dem Patienten ermöglichen, größeren Respekt
für seinen eigenen Körper aufzubauen. In den meisten
Fällen ist das Verhältnis zum eigenen Körper massiv
gestört.
Die Übungen und Techniken, die mit dem Therapeuten einstudiert
wurden, werden dann vom Patienten selbstständig zu Hause angewendet.
Dies erfolgt regelmäßig anhand eines Tonbandes, das
während einer der Sitzungen aufgezeichnet wurde.
Eine Hypnosebehandlung umfaßt in der Regel nur eine begrenzte
Anzahl von Sitzungen. Meist werden allerdings Sitzungen angehängt,
um die Behandlung abzuschließen.
Hypnotherapie bedarf eines qualifizierten Therapeuten. Man sollte
auf gar keinen Fall jemanden aufsuchen, der kein geprüfter
Psychotherapeut ist!
Meist wird Betroffenen geraten, sich dieser Form der Therapie nur
zuzuwenden, falls andere Therapien bislang keinen Erfolg aufweisen
konnten. Es gibt Erfolge mit dieser Therapie zu verzeichnen, jedoch
sollte sie am besten zu den letzteren Wahlmöglichkeiten gehören,
da noch keine größeren Studien verfaßt wurden.
Der Therapeut sollte außerdem Erfahrungen mit TTM haben,
falls man sich dafür entscheidet.
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