Infostelle Trichotillomanie
Hilfe und Beratung bei zwanghaftem Haareausreißen – Antonia Peters
Die Infostelle Trichotillomanie wurde 1988 von Ann Tomica gegründet und im Jahr 1999 von mir übernommen. Ich bin 46 Jahre alt und seit meinem 12. Lebensjahr an Trichotillomanie erkrankt. Von 1997 bis 2000 war ich im Rahmen des 1. Forschungsprojekts in Deutschland an der Uniklinik Hamburg in Therapie. Im November 1997 gründete ich die erste Selbsthilfegruppe in Hamburg.
Die Infostelle möchte Betroffenen und deren Angehörigen helfen, sich über die Erkrankung des zwanghaften Haareausreißens zu informieren und Wege der Therapie zu finden. Auch suchen wir geeignete Therapeuten, die zur Behandlung der Trichotillomanie bereit sind.
Sind Sie Therapeut und haben bereits Erfahrung mit Trichotillomanie-Patienten? Oder Sie sind gerne bereit, solche zu behandeln? Egal ob Sie bereits Erfahrung haben oder nicht,
melden Sie sich bei der Infostelle Trichotillomanie Hamburg!
Die Infostelle Trichotillomanie bietet diese Leistungen an:
- Ausführliche
schriftliche Informationen zur Erkrankung (Kostenbeteiligung
5 Euro)
- Informationsveranstaltungen
zur Erkrankung in verschiedenen Regionen Deutschlands
- Unterstützung
der Gründung von Selbsthilfegruppen
- Supervision
für Selbsthilfegruppen
- Telefonische Hinweise auf geeignete Therapeuten und Therapiemethoden
- Telefonische Beratung: Mo.-Mi. 10-12 Uhr und Mo. abends 18-22 Uhr, unter 040 200 61 39
Grundsätzlich gibt es nur eine telefonische Beratung. Eine Beratung per Email ist aufgrund der Massen von Emails Betroffener nicht möglich.
Hier kommen Hilfe suchende Betroffene direkt zum Formular für die Infostelle Trichotillomanie.
Die Infostelle wird fachlich unterstützt durch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Arbeitsbereich Verhaltenstherapie), Herrn Prof. Dr. Iver Hand und Mitarbeiter.
Die
Infostelle Trichotillomanie erreichen Sie:
Die Infostelle arbeitet ehrenamtlich.
Die Leistungen sind grundsätzlich kostenfrei (außer schriftliche
Informationen). Die Kosten werden überwiegend von der Deutschen Gesellschaft
Zwangserkrankungen e.V. getragen.
Die Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. ist ein gemeinnütziger
Verein, der sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert.
Ich bitte Sie daher freundlich, die Arbeit der Deutschen
Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. durch Ihren Beitritt oder
Ihre Spende zu unterstützen (Spendenkonto: 78030 bei der
Sparkasse Osnabrück (BLZ 265 501 05)).
Hilfe und Beratung bei zwanghaftem Haareausreißen
Vier Jahre Infostelle Trichotillomanie in Hamburg
„ Ein Rückblick auf 2004 – Ein Ausblick auf 2005“
Das vergangene Jahr 2004 könnte auf den ersten Blick als Jahr ohne besondere Ereignisse in Erinnerung bleiben. In der Tat gab es einen Höhepunkt, so wie z.B. die Trichotillomanie-Tagung 2003, im Jahr 2004 nicht. Dennoch ist es mir gelungen, mit vielen kleinen Aktivitäten unser Anliegen ein gutes Stück nach vorne zu bringen.
Als Fernsehbeitrag hatten wir einen Bericht in SAT1 Akte04. In den Printmedien wurde z.B. im "Deutschen Ärzteblatt", der Zeitschrift "Verhaltenstherapie", "Bild der Wissenschaft" und der "Glücksrevue" über Trichotillomanie berichtet.
Auch war ich in 2004 wieder mit Vorträgen zum Thema unterwegs: Im Februar in der Psychosomatischen Fachklinik Bad Dürkheim, im September in der Universitätsklinik Lübeck und im Dezember im Alexianer Krankenhaus in Münster. Auch war die Trichotillomanie mit einem Infostand auf der DGPPN-Tagung im November in Berlin präsent.
Seit Oktober 2004 ist die Homepage von Steph "www.trich.de" wieder online und bereichert das Internetangebot zur Trichotillomanie.
Neue SHG'S waren in Berlin, Köln und Stuttgart im Aufbau. Die SHG-Hamburg konnte in 2004 ihr 7-jähriges Bestehen feiern.
In 2004 haben mich wieder viele Anfragen von Betroffenen und deren Angehörigen erreicht. Mit 150 „Neuen“, weit über 1.000 Mails und Briefen sowie zahllosen Telefonanrufen, war ich in Sachen Information und Beratung wieder bestens beschäftigt.
Etwas besonders im Jahr 2004 war meine Teilnahme an der Buchpräsentation von "Linda", die auf Hawaii lebt und im September in Hamburg ihr Buch "Haare im Licht" vorgestellt hatte.
Doch nun laßt uns auf die Aktivitäten dieses Jahres 2005 schauen:
Das neue Jahr 2005 begann gleich mit einen Höhepunkt, dem ersten Bundestreffen der Selbsthilfegruppen zu Trichotillomanie vom 7. bis 9. Januar in Meschede.
Die Medien waren auch in 2005 wieder aktiv. Über unsere Erkrankung wurde mit Berichten den Zeitschriften "Tina" und "Telegrand" sowie im Fernsehen in der "stern-tv-reportage" ausführlich berichtet.
Auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatirie vom 17. bis 19. März habe ich für die Anliegen der betroffenen Kinder und Jugendlichen geworben.
Mit der Internetstudie von Frau Dr. Antje Bohne könnten wir uns darüber freuen, dass zum Thema Trichotillomanie wieder geforscht wird.
Ein Schwerpunkt bildet auch in diesem Jahr die Beratung und Information von Betroffenen, Angehörigen, Therapeuten und der Öffentlichkeit.
Es werden sich hoffentlich in diesem Jahr wieder neue Selbsthilfegruppen gründen, zu deren Unterstützung ich eine Infoveranstaltung anbiete. Seminare zum lösungsorientierten Arbeiten in Selbsthilfegruppen, dem sogenannten „7-Schritte-Programm“, biete ich ebenfalls gerne wieder an. Bei Interesse ruft mich doch einfach an.
Mein Projekt "Basisbroschüre" zur Trichotillomanie habe ich auch nicht vergessen und hoffe sehr bis zum Ende 2005 einen Druckauftrag erteilen zu können.
Ankündigen möchte ich zum Schluss noch, dass die Trichotillomanie mit einem Symposium auf der Jubiläumstagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. vom 15. bis 17. September 2005 in Freiburg bedacht sein wird.
Mit lieben Grüßen
Eure Antonia
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